Hamster und Menschen
Hamster und Menschen
Man solle nicht glauben, ein Hamster, der es vergnüglich
findet, stundenlang in seinem Rad zu rennen - und sich doch nicht um nur einen
Milimeter weiterzubewegen - dem Menschen geistig unterlegen sei. Denn die Lebensweise
vieler Menschen ist nichts anderes, als das fanatische Rennen in einem Hamsterrad
– sie verzehren sich, ohne sich auch nur einen Milimeter zu bewegen. Der
Hamster aber verfügt nicht über den Verstand eines Menschen: Er ist unschuldig
und erkennt sein tragisches Treiben nicht. Der Mensch aber verfügt über seinen
Verstand – er kann es erkennen. Und wenn er es nicht tut, wie so viele
Zeitgenossen, dann stellt es ihn geistig sogar noch unter den Hamster. Der
Hamster kann nichts erkennen, für das er keine Augen hat. Der Mensch aber hat
diese Augen, und hält sie fest verschlossen. Wer weiß? Vielleicht hat er Angst,
etwas zu sehen, das ihm nicht gefällt, wenn er sie öffnete.
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